Milton Hyland Erickson

Milton Hyland Erickson (1901-1980) war Psychiater in Phoenix, Arizona und Begründer der modernen Hypnotherapie. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Praktiker und Lehrer wirksamer Formen der Klinischen Hypnose und Kurzzeittherapie. Erickson entwickelte eine Vielfalt origineller Lösungsstrategien (strategischer Ansatz) und bereicherte durch seinen hypnotherapeutischen Ansatz das therapeutische Interventionsrepertoire ganz wesentlich.

Erickson verstand es, klientenspezifische Persönlichkeitseigenschaften, Fähigkeiten, Lebenserfahrungen und Erinnerungen als therapeutische Ressourcen in kurzzeittherapeutischen Verfahren so zu aktivieren (Ressourcenorientierung), dass sie den Klienten zur Realisierung ihrer eigenen Ziele wirkungsvoll verhelfen (Utilisationsansatz).

Für Milton H. Erickson stand die Einzigartigkeit jedes Menschen im Mittelpunkt. Ericksons Würdigung des Menschen als einzigartiges Individuum setzte er um, indem er für den therapeutischen Prozess nutzte, was immer der Klient in der Sitzung anbot. Er versuchte, den Klienten in seiner persönlichen “Realitätskonstruktion”, in seiner individuellen inneren Welt von Einstellungen, Werten, subjektiven Erfahrungen und Interpretationen zu verstehen und zu begegnen.

Milton Erickson hat es immer abgelehnt eine eigene psychotherapeutische Schule zu gründen, da er der Meinung war, dass psychotherapeutische Verfahren für eine Weiterentwicklung offen sein sollten.