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| Referent/in |
Dipl.-Psych Stefanie Schramm
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| Datum |
25. bis 26. Mai 2012
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| Beginnzeiten |
Freitag 14–20 Uhr, Samstag 9–17:30 Uhr |
| Ort |
MEGA, Löwengasse 3/Top 2, 1030 Wien |
Eine Krise ist nach Caplan definiert als „ (…) eine innere und/oder äußere Belastung oder Veränderung in einem wichtigen Lebensbereich eines Menschen, die subjektiv als starke Bedrohung erlebt wird, das seelische und psychosoziale Gleichgewicht gefährdet und mit herkömmlichen Problemlösungsfähigkeiten nicht bewältigt werden kann.“
Menschen in Krisen erleben sich meist als dem Geschehen ausgeliefert, dissoziiert von ihren Ressourcen und festgefahren in einer „Problem-Trance“; sie berichten von Gefühlen wie Angst, Enttäuschung, Resignation, Hoffnungs- und Hilflosigkeit, Ohnmacht und Kontrollverlust.
Krisenintervention umfasst alle kurz- und mittelfristigen Maßnahmen, die den Betroffenen helfen können, mit den oben genannten Gefühlen umzugehen und die Kontrolle über sich und die Situation wiederzuerlangen; die Handlungsfähigkeit wieder herzustellen. Die eingesetzten Maßnahmen variieren dabei in Abhängigkeit von der betroffenen Person, der Situation, der Art der Krise und des Zeitpunkts im Krisenverlauf. So geht es beispielsweise in der akuten Krisensituation oft nur um Deeskalation, um „erste Hilfe“ und Begleitung, die es den Betroffenen ermöglicht, die nächsten Minuten oder Stunden zu überstehen/ zu überleben. Erst nach dieser grundlegenden Stabilisierung sind dann weitere Interventionen möglich, die wiederum vom Verlauf der Krise bestimmt werden. Bei weiterführendem Bedarf kann dann gemeinsam der Übergang in eine längerfristige Krisenbegleitung oder auch in eine Psychotherapie vorbereitet werden.
Im Seminar werden Krisentheorie, Krisenkonzepte, Krisendynamik und der phasenhafte Verlauf von Krisen und deren Implikationen auf die Gesprächsführung in der Krisensituation dargestellt Die Besonderheiten bei unterschiedlichen Krisenanlässen (z.B. Lebenskrise, suizidale Krise, Krisen nach traumatischen Ereignissen) und an unterschiedlichen Krisenorten (ambulant, stationär, in der akut Situation z.B. auf dem Kranausleger) werden besprochen, aber auch die Gemeinsamkeiten herausgestellt. Daraus werden Interventionsmöglichkeiten und Gesprächsführungstechniken abgeleitet und eingeübt. Das Erkennen und Nutzen der spezifischen Problem-Trance- und selbsthypnotischen-Prozesse in denen sich Menschen in Krisen befinden (z.B. Dissoziation, Altersregression, Zeitverzerrung, Amnesie) wird ebenso Thema sein, wie die Möglichkeiten und Grenzen der ambulanten und aufsuchenden Krisenintervention und im Rahmen der Psychohygiene das Wahrnehmen und Achten der Grenzen und Bedürfnisse der Helfer.
Die inhaltlichen Schwerpunkte werden im Seminar gemeinsam mit den Teilnehmern gesetzt.
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